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Startseite Artikel-Sammlung Seelsorge Werkzeuge in Gottes Hand - von Paul David Tripp

Werkzeuge in Gottes Hand - von Paul David Tripp

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Werkzeuge in Gottes Hand - von Paul David Tripp
Kapitel 4: Das Herz ist das Ziel
Warum handeln Menschen so und nicht anders?
Frucht, Wurzeln und das Herz
Der Dienst von Mensch zu Mensch und die Heftzange
Der Kern der Sache ist das Herz
Wie Gott reagiert
Verdeckter und offener Götzendienst
Die Anwendung des Prinzips
Das Problem mit dem Schatz
Alle Seiten

Der Kern der Sache ist das Herz

Obwohl die Bibel über das Herz viel zu sagen hat, ist es kaum ein Thema in christlichen Büchern über Ehe und Familie, Kommunikation, Konfliktlösungen oder sogar persönliche Nachfolge. Diese praktischen Bücher zeigen nur selten ein Verständnis von der zentralen Bedeutung des Herzens oder seiner Funktionsweise. Wir können nicht erwarten, dass die Menschen uns verstehen, wenn wir über diese Dinge sprechen. Deshalb müssen wir uns tiefer in die Materie einarbeiten.

Ein interessanter Text aus dem Alten Testament kann uns dabei helfen.

»Und es kamen etliche Männer von den Ältesten Israels zu mir und setzten sich vor mich hin. Da erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen: Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihr Herz geschlossen und den Anstoß zu ihrer Missetat vor ihr Angesicht gestellt! Sollte ich mich wirklich von ihnen befragen lassen? Darum rede mit ihnen und sprich zu ihnen: So spricht GOTT, der Herr: Jedermann vom Haus Israel, der seine Götzen in sein Herz schließt und den Anstoß zu seiner Missetat vor sein Angesicht stellt und zu dem Propheten kommt, demjenigen, der kommt, will ich, der HERR selbst, nach der Menge seiner Götzen antworten, um dem Haus Israel ans Herz zu greifen, weil sie sich von mir entfremdet haben um aller ihrertzen willen« (Hesekiel 14, 1-5).

Die Ältesten Israels sind zum Propheten Hesekiel gekommen, weil sie Fragen an Gott haben. Das klingt so, als ob diese geistlichen Führungsfiguren richtig handeln. Aber Gott erkennt, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Wo liegt ihr Problem?

Gott deckt ihren Götzendienst auf. Es handelt sich dabei um eine ganz spezielle Variante. Sie haben Götzen in ihren Herzen. Das ist eine persönlichere und grundlegendere Form des Götzendienstes als religiöse Rituale oder die Anbetung von Göttern eines bestimmten Kulturkreises. Ein Götze im Herzen ist alles, was in meinem Leben die beherrschende Stellung einnimmt, die eigentlich Gott haben sollte. Weil wir Menschen auf Anbetung ausgerichtet sind, beten wir immer irgendjemanden oder irgendetwas an. Es ist nicht so, dass einige Leute Anbeter sind und andere nicht. Wenn Gott nicht mein Herz beherrscht, dann nimmt jemand oder etwas anderes seine Stelle ein. Wir sind eben so geschaffen.

Ein weiterer Text in Römer 1 kann uns weiterhelfen. Es ist die vielleicht beste biblische Analyse über das Wesen und die Wirkung der Sünde. Paulus präsentiert den Kern unseres Kampfes als ein »großes Vertauschen«.

"Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so dass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen!« (Römer 1, 21-25)

Sünde ist von ihrem Wesen her grundlegend auf Götzendienst ausgerichtet. Ich handle verkehrt, weil mein Herz nach einer bestimmten Sache mehr Verlangen hat als nach dem Herrn. Sünde bewirkt in uns allen eine Neigung zum Götzendienst. Wir alle bewegen uns weg von der Anbetung und dem Dienst des Schöpfers hin zur Anbetung und dem Dienst des Geschöpfs. Das ist der große geistliche Krieg hinter jedem Verhaltenskonflikt. In diesem Krieg geht es darum, wer oder was unser Herz beherrscht. Dieser Konflikt wird treffend in Worte gefasst in einem alten Lied.

Täglich neu bin ich ein Schuldner deiner Gnade.
O lass diese Gnade nun wie eine Fessel sein,
die mein irrendes Herz bindet an dich.
O Herr, ich fühle in mir den Drang
zu verlassen den Gott, den ich liebe.
Hier ist mein Herz, o nimm es hin,
versiegle es für dein ewiges Reich.

Aus dem Lied können wir etwas Wichtiges erkennen: Ein Mensch wacht nicht eines Morgens plötzlich auf und sagt: »Weißt du, ich habe keine Lust mehr, an Gott zu glauben. Ich glaube, ich werde Atheist.« Das Lied zeigt das »große Vertauschen«, das in unseren Herzen stattfindet, und zwar mitten in der alltäglichen Routine. Die Sünde bringt uns dazu, zu glauben, dass wir getrennt vom Schöpfer das Leben finden können. So kommen wir ganz allmählich auf mehr oder weniger tückische Weise dazu, den Schöpfer zu vergessen und die Schöpfung an seine Stelle zu setzen. Unser Verhalten wird nicht von Anbetung und dem Dienst des Herrn beherrscht, sondern von einem unbändigen Wunsch nach etwas Geschaffenem. Unsere Herzen sind »Götzenfabriken«, wie es Johannes Calvin ausgedrückt hat, und unsere Worte und Handlungen sind geprägt von unserem Streben nach den Dingen, die unser Herz begehrt.

Schlimmer noch, dieser Götzendienst ist verborgen. Er ist trügerisch, weil er im Untergrund existiert. Wir können dieses »große Vertauschen« vollziehen, ohne die Theologie unserer Gemeinde oder sogar die äußeren Formen unseres Glaubenslebens preiszugeben. So halten wir an unseren Glaubenslehren fest, am Zahlen des Zehnten, wir besuchen weiter regelmäßig den Gottesdienst und gelegentlich engagieren wir uns in unserer Gemeinde. Aber auf der Ebene dessen, wofür wir wirklich leben, haben wir Gott gegen etwas anderes eingetauscht. Das ist das schleichende Krebsgeschwür, das die Gemeinde Jesu schwächt, einzelne Gläubige ihrer geistlichen Lebenskraft beraubt und zu allen möglichen Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Situationen führt.

In ihrem Kern ist die Sünde so etwas wie ein moralischer Diebstahl. Sie stiehlt die Anbetung, die Gott zusteht und gibt sie jemand oder etwas anderem. Sie beraubt den dreieinigen Gott, um die Schöpfung an sich zu reißen. Jeder Sünder ist auf seine Art ein Dieb der Anbetung.

In ihrem Mittelpunkt ist die Sünde auch so etwas wie geistlicher Ehebruch. Sie nimmt die Liebe, die Gott allein gehört und gibt sie jemand oder etwas anderem. Sie prägt das Leben mit der Befriedigung von Begierden und nicht mit einer tief empfundenen Verpflichtung und Treue. Jeder Sünder ist in gewisser Weise ein geistlicher Ehebrecher.

Die tiefgehendsten Lebensfragen drehen sich um Anbetung. Anbetung ist grundlegender für unser eigentliches Wesen als der Schmerz, die Anforderungen oder die Freuden, die wir erfahren. Der Gegenstand unserer Anbetung bestimmt unsere Reaktionen auf alle unsere Erfahrungen. Sünde ist viel mehr als nur ein Fehlverhalten. Sie beginnt damit, dass unsere Liebe, Anbetung und unser Dienst dem Falschen gelten. Die Sünde beinhaltet immer ein »großes Vertauschen«.



 

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Zitate

"G. K. Chesterton sagte einmal, dass die Leute an gar nichts mehr glauben, wenn sie aufhören, an Gott zu glauben. Aber es ist noch schlimmer. Wenn sie aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie alles."
Malcolm Muggeridge