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Startseite Artikel-Sammlung Seelsorge Werkzeuge in Gottes Hand - von Paul David Tripp

Werkzeuge in Gottes Hand - von Paul David Tripp

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Werkzeuge in Gottes Hand - von Paul David Tripp
Kapitel 4: Das Herz ist das Ziel
Warum handeln Menschen so und nicht anders?
Frucht, Wurzeln und das Herz
Der Dienst von Mensch zu Mensch und die Heftzange
Der Kern der Sache ist das Herz
Wie Gott reagiert
Verdeckter und offener Götzendienst
Die Anwendung des Prinzips
Das Problem mit dem Schatz
Alle Seiten

Wie geschieht Seelsorge an Christen?

Diese Frage stellen sich heute viele Betroffene. Entweder weil sie sich nach Hilfe sehnen oder weil sich jemand hilfesuchend an sie gewand hat. Was ist nun der richtige Weg, muss schnell ein professioneller Seelsorger ausfindig gemacht werden, der sich der Lage annimmt, oder hat Gott einen anderen Weg vorgesehen?

Paul David Tripp zeigt in seinem Buch "Werkzeuge in Gottes Hand" auf, dass Seelsorge innerhalb der Gemeinde geschieht. Dafür braucht es keinen professionellen Seelsorger, sondern biblisch gegründete und sensible Chirsten, die in der Lage sind, die jeweilige Not richtig zu erkennen und eine Hilfe anzubieten, die den biblischen Prinzipien entspricht. Das kann sicherlich nicht jeder gleich gut und ganz bestimmt nicht jeder Christ sofort, sondern es braucht eine notwendige Reife.

Erst einmal muss man die biblischen Prinzipien selbst kennen und verstehen und darüber hinaus auch ein gewisses Maß an Erfahrung in diesen Prinzipien haben, d.h. ihre Kraft und Tragfähigkeit im Alltag bereits erprobt haben. Tripp will in seinem Buch dabei helfen, diese biblischen Prinzipien zu verstehen, warum sie für jeden Christen allgemein, und in seelischen Nöten insbesondere, wichtig sind und zeigt ganz konkret die Anwendung auf, wenn Hilfe nötig ist.

Dieses Buch ist daher sehr empfehlenswert für jeden Christen. Man sollte die Prinzipien des christlichen Lebens nicht erst zu verstehen suchen, wenn plötzlich schwere Nöte aufkommen oder sich jemand meldet, der Hilfe braucht, sondern jeder Christ braucht sie in seinem Alltag, heute, morgen und darüber hinaus. Dieses Buch belehrt über biblische Grundwahrheiten, ermutigt zu richtigem Verhalten in schwierigen Situationen und korrigiert ggf. unsere falschen Vorstellungen von Gott, uns selbst und christlicher Seelsorge.

Mit freundlicher Genehmigung des 3L Verlages darf ich hier ein Kapitel des Buches zum Lesen anfügen: "Kapitel 4: Das Herz ist das Ziel".


Kapitel 4: Das Herz ist das Ziel

Ich bin in Toledo im amerikanischen Bundesstaat Ohio aufgewachsen. In den Ferien fuhr unsere Familie meistens an die Ostküste der USA. Aber als ich sechzehn war, entschloss sich mein Vater, uns auf eine große Rundreise in den Westen mitzunehmen. In jenem Jahr lud mein Vater meine Mutter, meinen Bruder Mark und mich in unser Familienauto, und dann ging es los. Obwohl wir viele interessante Ziele hatten (den Yellowstone-Nationalpark, die Rocky Mountains usw.), war für meinen Vater der Grand Canyon der Höhepunkt dieser Reise. Alles andere war für ihn nur ein Vorspiel zu diesem Erlebnis.

Nur zur Information: Für meinen Vater war eine Urlaubsreise ein Vertrag zwischen der Familie und ihm selbst. Sein Teil der Abmachung bestand darin, die Reise zu planen und zu finanzieren. Wir dagegen verpflichteten uns, die Reise zu genießen. Immer wenn er uns fragte, ob uns der Urlaub gefiele, war es am besten, freudig mit »Ja« zu antworten. Wenn nicht, setzte er zu einer gut vorbereiteten Rede an. Er erinnerte uns daran, wie viel Geld er ausgegeben und wie viel Zeit er investiert hätte, um diesen Urlaub zu planen. Er beendete diese Rede immer mit dem Hinweis: Wenn er gewusst hätte, dass wir uns langweilten, wäre er mit uns zu Hause geblieben, denn dann hätte ihn unsere Langweile nichts gekostet!

Endlich war er gekommen, der große Tag der Fahrt zum Grand Canyon. Mein Vater konnte sich kaum halten vor Vorfreude – im Gegensatz zu meiner Mutter. Er holte uns schon frühzeitig aus den Betten, und kurz darauf machten wir uns auf den Weg. Als wir den Grand Canyon erreichten, wollte mein Vater es nicht wahrhaben, dass das Gebiet eine eingezäunte Touristenfalle war. Er kundschaftete alles aus, und schließlich fuhren wir über eine unbefestigte Straße und dann über offenes Gelände, bis wir etwa zehn Meter vor dem Abgrund anhielten. Mark und ich rannten gleich zum äußersten Rand. Wir taten so, als ob wir uns gegenseitig herunterschubsen wollten. Dann setzten wir uns hin und ließen unsere Füße über die 2.000 Meter hohe Felswand baumeln. Wir warfen Steine herunter, ohne daran zu denken, dass wir vielleicht Wanderer oder Camper damit treffen könnten. Es war verblüffend, wie die Steine dort unten ohne Aufprall verschwanden. Wir amüsierten uns köstlich, und wir hatten überhaupt keine Angst.

Unsere Mutter dagegen hatte es noch nicht einmal geschafft, aus dem Auto auszusteigen. Vorsichtig hob sie einen Fuß heraus, um festzustellen, ob der Boden auch fest war. Sie sah es buchstäblich vor sich, wie der Rand des Grand Canyon plötzlich bröckelte und wir alle mitsamt dem Auto auf dem Boden der Schlucht landeten. Mein Vater wusste um ihren inneren Kampf, und so stellte er sich neben die Beifahrertür. Aber plötzlich rief meine Mutter laut: »Die Jungen, die Jungen!« Mein Vater rannte in unsere Richtung, um sich zu vergewissern, dass mit uns alles in Ordnung war. In diesem Augenblick wurde es meiner Mutter schwindelig, und sie rief ihn zu sich. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Ich glaube nicht, dass mein Vater an jenem Tag so viel vom Grand Canyon sehen konnte. Er war viel zu stark damit beschäftigt, hin- und herzurennen und zu gewährleisten, dass jeder auf seine Kosten kam, wie er es geplant hatte. Wir alle waren zur selben Zeit am selben Ort, und wir sahen dasselbe Naturphänomen. Aber jeder von uns erlebte es anders.

Ich erzähle diese Geschichte, weil sie den Kern des Dienstes von Mensch zu Mensch trifft. Ein wirkungsvoller Dienst von Mensch zu Mensch trägt die göttliche Verheißung über dauerhafte Veränderung dorthin, wo sie gebraucht wird: zum Herzen. In meiner Urlaubsgeschichte trat an jenem Tag das Herz eines jeden Familienmitglieds zutage. Warum hatte jeder von uns ein vollkommen anderes Erlebnis, obwohl wir zur selben Zeit am selben Ort waren? Warum verhielt sich jeder von uns anders? Die Antwort auf diese Fragen liegt in unseren Herzen.

Das Herz meines Vaters war erfüllt von dem Wunsch, dass seine Familie einen schönen Urlaub haben sollte. Seine Worte und sein Verhalten waren von diesem Wunsch beherrscht. Das Herz meiner Mutter dagegen war von ihrer schlimmen Höhenangst und der Angst um die Sicherheit ihrer Söhne bestimmt. Auch ihre Worte und ihr Verhalten drückten das aus, was in ihrem Herzen war. Mark und ich gingen an das Ganze mit der Furchtlosigkeit, dem Siegesbewusstsein und der Unreife von Teenagern heran. Wir wollten einfach nur unseren Spaß haben. Jeder von uns hatte eine andere Einstellung und deshalb unterschieden sich unsere Erfahrungen und unsere Handlungsweise. Unser Herz lenkte unser Verhalten.


Warum handeln Menschen so und nicht anders?

Wenn Sie eine Rolle spielen wollen bei dem, was Gott im Leben anderer tut, müssen Sie seinen Entwurf für unser Verhalten verstehen. Warum handeln Menschen so und nicht anders?

Warum ist ihr kleiner Sprössling so trotzig? Warum hat sich Ihr Bekannter mitten in einem harmlosen Gespräch so aufgeregt? Warum ist Ihr Teenager so wütend? Warum ist Amy niedergedrückt von Depression und Verzweiflung? Warum riskiert ein Mann wegen einer Sexaffäre, dass seine Familie zerstört wird? Warum regen Sie sich im Straßenverkehr über andere Autofahrer auf? Warum ist dieses früher so verliebte Ehepaar plötzlich in einen Kleinkrieg verwickelt? Warum ist Bill so karrierebewusst? Warum ist Susan so überkritisch und herrschsüchtig? Warum ist George so taktlos? Warum legt Ihre Tochter so viel Wert darauf, was andere von ihr denken? Warum kann man mit Peter einfach nicht reden? Warum handeln Menschen so und nicht anders? Die einfachste und biblischste Antwort ist: Es liegt an ihren Herzen.

Obwohl das Herz zu den wichtigsten Themen der Bibel gehört, gibt es eine Menge Verwirrung über diesen Begriff. In unserer westlichen Kultur hat man das Wort in die Welt der Romantik (Valentinstag) und des Sports (»er ist mit ganzem Herzen bei der Sache«) verwiesen. In der Bibel spielt das Herz jedoch eine wesentliche Rolle. Man kann den Menschen nicht verstehen, ohne das Herz zu verstehen. Was also umfasst dieser Ausdruck?

Die Bibel verwendet das Wort »Herz«, um den inneren Menschen zu beschreiben. In der Heiligen Schrift gibt es die Zweiteilung des Menschen in das innere und äußere Wesen. Der äußere Mensch ist unser Körper, der innere Mensch ist unser geistliches Wesen (Epheser 3, 16). Der sinnverwandte Ausdruck, den die Bibel am häufigsten für den inneren Menschen verwendet, ist das Herz. Darin sind alle anderen Begriffe und Funktionen des inneren Menschen enthalten (Geist, Seele, Verstand, Gefühle, Wille usw.). Diese anderen Ausdrücke stehen nicht für etwas anderes als das Herz, sondern für verschiedene Aspekte, Teile oder Funktionen des inneren Menschen.

Das Herz ist unser »wahres« Ich, der Kern unserer Persönlichkeit. Obwohl wir eine Menge Zeit und Mühe auf den äußeren Menschen verwenden, ist uns allen klar, dass der wahre Mensch im Inneren verborgen ist. Wenn Sie zum Beispiel sagen, dass Sie jemanden gut kennen, dann sagen Sie nicht, dass Sie eine bessere Kenntnis über dessen Ohren oder Nase haben! Sie sprechen vielmehr vom inneren Menschen, vom Herzen. Sie wissen, was dieser Mensch denkt, was er will, was ihn glücklich oder traurig macht. Sie können erahnen, was diese Person in jedem denkbaren Augenblick empfindet. Weil die Bibel sagt, dass unser Herz der Sitz unseres wahren Wesens ist, muss jeder Dienst von Mensch zu Mensch das Herz zum Ziel haben. Diese Perspektive wird in einigen Bibelabschnitten näher erläutert.


Frucht, Wurzeln und das Herz

Eines der wichtigsten Bilder im Neuen Testament offenbart die Sichtweise, die Christus über die Verhaltensweise von Menschen hatte. Seine Antwort auf die uralte Frage, warum Menschen so handeln und nicht anders, lautet:

»Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt. Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund« (Luk 6, 43-45).

Christus verwendete vertraute Bilder des täglichen Lebens, um neue Wahrheiten zu erklären. Hier vergleicht er die Art, wie Menschen funktionieren, mit einem Baum. Wenn Sie Apfelkerne einsäen und sie zu Bäumen heranwachsen, dann erwarten Sie nicht, dass auf ihnen Pfirsiche oder Orangen wachsen. Schließlich werden Apfelkerne zu Apfelbäumen, die Äpfel tragen. Es gibt eine organische Verbindung zwischen den Wurzeln einer Pflanze und der Frucht, die sie hervorbringt. Christus sagt, dass das Gleiche auch auf Menschen zutrifft. In seiner bildhaften Rede ist Frucht gleichbedeutend mit Verhalten. Die spezielle Frucht (das Verhalten) in diesem Text ist die Art, wie wir unsere Worte wählen. Christus sagt, dass unsere Worte buchstäblich der Ausfluss unseres Herzens sind. Menschen und Situationen veranlassen uns nicht zu dem, was wir sagen, obwohl wir gerne die Schuld bei beiden suchen (»Er hat mich so wütend gemacht!« »Wenn du dabei gewesen wärst, hättest du dasselbe gesagt!« »Diese Kinder machen mich wahnsinnig!«). Der Text sagt uns jedoch, dass unsere Worte von unserem Herzen bestimmt werden. Ein Baum bringt Frucht, und unsere Herzen bringen unser Verhalten hervor. Wir erkennen einen Baum an der Frucht, die er trägt. Auf die gleiche Art, so sagt es die Bibel, sind Menschen an ihrer Frucht erkennbar.

In den frühen Jahren meiner Pastorenlaufbahn wohnten wir in einem Doppelhaus. Unsere Hausbesitzerin, eine ältere Dame, lebte in der anderen Hälfte des Hauses. Als Gegenleistung für eine Mietermäßigung erklärte ich mich bereit, die gesamte Gartenarbeit zu machen. In der hektischen Betriebsamkeit zwischen meiner Arbeit als Pastor und dem Familienleben fi el es mir manchmal schwer, mir Zeit zu nehmen, den Rasen zu mähen, Laub zusammenzurechen oder Gartenbeete umzugraben, aber ich tat mein Bestes. Trotzdem war das noch nicht gut genug für die Hausbesitzerin. Sie wollte mich dazu bringen, die Arbeit nach ihrem Zeitplan zu machen. Also ging sie hinaus und begann, ein Beet umzugraben oder Laub zusammenzurechen, weil sie genau wusste, dass ich daraufhin alles stehen und liegen ließ und die Arbeit zu Ende machte. Ich merkte gar nicht, wie sehr ich mich über diese Manipulation ärgerte, bis ich eines Nachmittags wieder hörte, wie draußen die Blätter raschelten. Als ich aus dem Fenster sah, beobachtete ich, wie die Hausbesitzerin, mit einem Hauskleid und Hausschuhen bekleidet, das Laub zusammenrechte. In meinem Zorn stemmte ich die Hände in die Hüften und sagte laut: »Wenn sie denkt, ich renne jetzt gleich raus und mache damit weiter, ist sie verrückt! Ich gehe in den Garten, wann es mir passt oder überhaupt nicht!«

Ich merkte nicht, dass einer meine Söhne neben mir stand. Zu meinem Entsetzen sah ich ihn Sekundenbruchteile später im Vorgarten. Jetzt hatte er die Hände in seine Hüften gestützt und schrie die Hausbesitzerin an: »Mein Papa sagt, wenn Sie denken, er rennt jetzt raus und macht damit weiter, sind Sie verrückt!« Ich traute meinen Ohren nicht. Vor Schreck war ich wie erstarrt. Ich wollte meine Worte zurücknehmen und hinausrennen, um der Hausbesitzerin zu sagen, dass ich so etwas nicht gesagt oder mein Sohn mich missverstanden hätte. Aber ich musste mich den Tatsachen stellen. Die Worte waren aus meinem Mund gekommen, ich hatte auch wirklich gemeint, was ich gesagt hatte, und diese Worte waren die Frucht eines Zorns, den ich schon eine Weile mit mir herumgetragen hatte. Es gab eine organische Verbindung zwischen meinen Worten und meinem Herzen. Das Problem ließe sich nicht lösen, indem ich meinen Sohn wieder hereinrief oder ich mir einredete, ich hätte meine Worte sorgfältiger wählen müssen (obwohl mir das eine Menge Ärger erspart hätte!). Das Problem mit meiner Wortwahl war direkt verbunden mit dem Problem in meinem Herzen. Deshalb muss eine vernünftige Lösung dieses Problems am Herzen ansetzen.

Damit kommen wir zur zweiten Hälfte des von Christus verwendeten Beispiels. Der Herr vergleicht die Wurzeln des Baumes mit dem Herzen. Sie sind unter der Erde und deshalb nicht leicht zu erkennen oder zu verstehen. Aber Jesus will damit sagen, dass die Früchte eines Baums so beschaffen sind wie dessen Wurzeln. Wir sprechen und handeln so und nicht anders, weil unser Herz es uns vorgibt.

Vielleicht gibt es nichts Wichtigeres über das Verhalten von Menschen zu sagen, aber es scheint uns schwer zu fallen, das zu akzeptieren. Auf vielerlei Art leugnen wir diese Verbindung und geben Menschen oder den Umständen die Schuld an unserem Verhalten. An dieser Stelle fordert uns Christus auf, demütig zu sein und die Verantwortung zu übernehmen. Er fordert uns auf, in Demut zuzugeben, dass zwischenmenschliche Beziehungen und Umstände nur die Gelegenheiten sind, bei denen sich unser Herz offenbart.

Wenn mein Herz die Ursache für mein Problem mit der Sünde ist, dann muss dauerhafte Veränderung immer den Weg über mein Herz nehmen. Es genügt nicht, mein Verhalten oder meine Umstände zu ändern. Christus verwandelt Menschen, indem er ihr Herz radikal verändert. Wenn das Herz so bleibt wie es ist, ändern sich die Worte und das Benehmen eines Menschen vielleicht vorübergehend durch Druck oder einen Anreiz von außen. Aber wenn der Druck oder der Anreiz nicht mehr vorhanden ist, werden auch die Veränderungen verschwinden.

Christus warf den Pharisäern vor, sie würden diese Wahrheit nicht erkennen, als er ihnen in Matthäus 23, 25-26 sagte: »Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reinigt, inwendig aber sind sie voller Raub und Unmäßigkeit! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, damit auch ihr Äußeres rein werde!«

Christus sah, wie die Pharisäer übergroßen Wert auf Äußerlichkeiten legten. Deshalb sagte er: »Ihr versteht es einfach nicht. Ihr seid so stolz auf euer richtiges Verhalten, aber eure Herzen sind das reine Chaos! Wenn ihr dort beginnt, kommt das richtige Benehmen von selbst.« Um diese Sache zu verdeutlichen, führt Christus sein Beispiel noch weiter bis an die Grenze des Erträglichen. Er sagt: »Wenn ihr das Innere des Geschirrs reinigt, wird die Außenseite auch sauber sein.« Das können Sie natürlich nicht so machen, wenn Sie bei sich zu Hause das Geschirr spülen. Wenn Sie die Innenseite einer schmutzigen Pfanne säubern, wird sie nicht automatisch auch außen sauber. Aber genau diesen Rat gibt Christus bezüglich des Herzens, weil es so viel Macht hat. Glauben wir denn wirklich an das, was er uns hier vermitteln will?

Bei vielen unserer Versuche, uns oder andere zu ändern, ignorieren wir das Herz hinter unserem Handeln. Wir drohen (»Mach das ja nicht noch einmal ...«), wir manipulieren (»Wünschst du dir ein eigenes Auto? Das kannst du haben, wenn du das und das machst«), wir wecken Schuldgefühle (»Was tue ich nicht alles für dich, und wie dankst du es mir?«), wir werden laut und machen unzählige andere Dinge, um Änderungen herbeizuführen, aber unser Erfolg ist nicht von Dauer. Sobald der äußere Druck nachlässt, ist das Verhalten wieder genauso wie vorher. Der Körper geht immer dorthin, wohin ihn das Herz führt.


Der Dienst von Mensch zu Mensch und die Heftzange

Das von Christus verwendete Bild gibt uns die Richtung für den Dienst von Mensch zu Mensch. Wir werden das noch sehen, wenn wir das Beispiel erweitern und anwenden. Sagen wir mal, ich habe in meinem Garten einen Apfelbaum. Die Äpfel, die er trägt, sind jedes Jahr mehlig, verschrumpelt, braun und matschig. Nach einigen Jahren sagt meine Frau: »Es ergibt doch keinen Sinn, wenn wir diesen riesigen Baum haben, aber die Äpfel nicht essen können. Kannst du da nicht was machen?« Eines Tages sieht meine Frau aus dem Fenster. Ich bin im Garten, bewaffnet mit einer großen Gartenschere, einer Heftzange in Industriequalität und zwei großen Körben mit Äpfeln.

Ich steige auf die Leiter, schneide alle faulen Äpfel von den Zweigen und hefte leuchtend rote Früchte daran. Von weitem sieht unser Baum aus, als sei er übervoll mit herrlichen Äpfeln. Aber wenn Sie an der Stelle meiner Frau wären, was würden sie dann von mir denken?

Wenn ein Baum Jahr für Jahr schlechte Früchte trägt, stimmt etwas nicht mit ihm, und zwar bis in die Wurzeln. Ich kann das Problem nicht lösen, wenn ich neue Äpfel an seine Zweige hefte. Auch diese Früchte werden faulen, weil sie keine Verbindung zu den lebenspendenden Wurzeln haben. Im nächsten Frühjahr werde ich deshalb wieder dasselbe Problem haben. Ich werde keine gesunden Äpfel ernten können, weil meine Lösung nicht bis zur Wurzel oder bis zum Herzen des Problems vorgedrungen ist. Wenn die Wurzeln des Baums unverändert bleiben, wird er nie gute Äpfel hervorbringen.

Im Dienst von Mensch zu Mensch ist es ähnlich. Vieles, was wir tun, um in uns selbst und anderen Wachstum und Veränderung zu bewirken, gleicht meinem Bemühen mit der Heftzange, dem Versuch, Äpfel gegen Äpfel auszutauschen, ohne das Herz, die tiefere Ursache hinter dem Verhalten zu untersuchen. Genau da setzt auch die Kritik Christi an den Pharisäern an. Veränderung, die das Herz auslässt, führt äußerst selten zu einer grundlegenden Umwandlung. Eine Zeitlang scheint so etwas zwar zu funktionieren, aber es bleibt nur eine vorübergehende und »kosmetische« Maßnahme. So etwas passiert häufig im Dienst von Mensch zu Mensch. Von außen sieht es so aus, als ob sich jemand wirklich geändert hätte. Wenn man ihn oder sie aber zur Rechenschaft zieht, tut und sagt er oder sie etwas ganz anderes. Der Ehemann scheint zu seiner Frau nett und aufmerksam zu sein. Der Teenager scheint seinen Eltern mit neuem Respekt entgegenzutreten. Die von Depressionen geplagte Person traut sich wieder aus dem Haus. Ein Bruch in einer zwischenmenschlichen Beziehung scheint geheilt zu sein. Aber die Veränderungen sind nicht von Dauer. Sechs Wochen oder sechs Monate später ist der oder die Betroffene wieder da, wo er oder sie vorher war. Warum? Weil die Veränderung nicht bis zum Herzen durchgedrungen ist und deshalb nur kurze Zeit anhalten konnte.

Deshalb kommt es vor, dass ein Teenager unter der liebevollen Obhut christlicher Eltern seine Teenagerjahre ganz gut überstanden hat, aber an der Uni plötzlich nichts mehr von seinem Glauben wissen will. Ich meine, in den meisten Fällen hat so ein Teenager nicht seinem Glauben den Rücken gekehrt. In Wirklichkeit war sein Glaube der Glaube seiner Eltern. Er hat einfach in diesem Rahmen gelebt, solange er noch zu Hause war. Wenn er dann aber mit seinem Studium beginnt und die Einschränkungen des Elternhauses wegfallen, wird das offenbar, was wirklich in seinem Herzen ist. Er hat den Glauben nicht verinnerlicht. Er hat sich Christus nicht so anvertraut, dass sein Leben umgekrempelt wurde. Er hat sich zwar »christlich« verhalten, weil seine Eltern das von ihm erwartet haben, aber sein Verhalten entsprach nicht seiner inneren Haltung. An der Uni verlor er dann jeden Halt, und die wahren Gedanken und Motive seines Herzens führten ihn weg von Gott. Nicht die Uni war die Ursache seines Problems. Dort trat nur seine wahre Herzenshaltung zutage. In Wirklichkeit hatte der Glaube in seinem Herzen nie Wurzeln geschlagen. Als Folge davon zeigten seine Worte, Entscheidungen und Handlungen kein Herz für Gott. Sein gutes Benehmen war nicht von Dauer, weil es nicht in seinem Herzen verwurzelt war.

Die von Christus verwendete Illustration legt den Grund für drei Prinzipien, die eine Richtschnur sind für unser Bemühen, als Werkzeuge Gottes im Leben unserer Mitmenschen auf Veränderungen hinzuwirken.

  1. Es gibt eine eindeutige Verbindung zwischen Wurzel und Frucht, zwischen unserem Herzen und unserem Verhalten. Menschen und Situationen sind nicht bestimmend für unser Verhalten, sondern sie bieten nur die Gelegenheit, bei der unser Verhalten das offenbart, was in unserem Herzen ist.
  2. Dauerhafte Veränderung nimmt ihren Weg immer über das Herz. Veränderte Frucht ist immer eine Auswirkung von veränderter Wurzel. Christus drückt es in Matthäus 23 ähnlich aus: »Reinige zuerst das Innere des Bechers oder der Schüssel, dann wird das Äußere sauber werden.« Jede Agenda zur Veränderung muss den Schwerpunkt auf die Gedanken und Wünsche des Herzens legen.
  3. Deshalb zielt unser persönliches Wachstum und unser Dienst von Mensch zu Mensch auf das Herz ab. Unser Gebet ist es, dass Gott zuerst unser Herz verändert und uns dann gebraucht, um diese Veränderung des Herzens in anderen zu bewirken, damit daraus neue Worte, Entscheidungen und Handlungen erwachsen.

Der Kern der Sache ist das Herz

Obwohl die Bibel über das Herz viel zu sagen hat, ist es kaum ein Thema in christlichen Büchern über Ehe und Familie, Kommunikation, Konfliktlösungen oder sogar persönliche Nachfolge. Diese praktischen Bücher zeigen nur selten ein Verständnis von der zentralen Bedeutung des Herzens oder seiner Funktionsweise. Wir können nicht erwarten, dass die Menschen uns verstehen, wenn wir über diese Dinge sprechen. Deshalb müssen wir uns tiefer in die Materie einarbeiten.

Ein interessanter Text aus dem Alten Testament kann uns dabei helfen.

»Und es kamen etliche Männer von den Ältesten Israels zu mir und setzten sich vor mich hin. Da erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen: Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihr Herz geschlossen und den Anstoß zu ihrer Missetat vor ihr Angesicht gestellt! Sollte ich mich wirklich von ihnen befragen lassen? Darum rede mit ihnen und sprich zu ihnen: So spricht GOTT, der Herr: Jedermann vom Haus Israel, der seine Götzen in sein Herz schließt und den Anstoß zu seiner Missetat vor sein Angesicht stellt und zu dem Propheten kommt, demjenigen, der kommt, will ich, der HERR selbst, nach der Menge seiner Götzen antworten, um dem Haus Israel ans Herz zu greifen, weil sie sich von mir entfremdet haben um aller ihrertzen willen« (Hesekiel 14, 1-5).

Die Ältesten Israels sind zum Propheten Hesekiel gekommen, weil sie Fragen an Gott haben. Das klingt so, als ob diese geistlichen Führungsfiguren richtig handeln. Aber Gott erkennt, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Wo liegt ihr Problem?

Gott deckt ihren Götzendienst auf. Es handelt sich dabei um eine ganz spezielle Variante. Sie haben Götzen in ihren Herzen. Das ist eine persönlichere und grundlegendere Form des Götzendienstes als religiöse Rituale oder die Anbetung von Göttern eines bestimmten Kulturkreises. Ein Götze im Herzen ist alles, was in meinem Leben die beherrschende Stellung einnimmt, die eigentlich Gott haben sollte. Weil wir Menschen auf Anbetung ausgerichtet sind, beten wir immer irgendjemanden oder irgendetwas an. Es ist nicht so, dass einige Leute Anbeter sind und andere nicht. Wenn Gott nicht mein Herz beherrscht, dann nimmt jemand oder etwas anderes seine Stelle ein. Wir sind eben so geschaffen.

Ein weiterer Text in Römer 1 kann uns weiterhelfen. Es ist die vielleicht beste biblische Analyse über das Wesen und die Wirkung der Sünde. Paulus präsentiert den Kern unseres Kampfes als ein »großes Vertauschen«.

"Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so dass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen!« (Römer 1, 21-25)

Sünde ist von ihrem Wesen her grundlegend auf Götzendienst ausgerichtet. Ich handle verkehrt, weil mein Herz nach einer bestimmten Sache mehr Verlangen hat als nach dem Herrn. Sünde bewirkt in uns allen eine Neigung zum Götzendienst. Wir alle bewegen uns weg von der Anbetung und dem Dienst des Schöpfers hin zur Anbetung und dem Dienst des Geschöpfs. Das ist der große geistliche Krieg hinter jedem Verhaltenskonflikt. In diesem Krieg geht es darum, wer oder was unser Herz beherrscht. Dieser Konflikt wird treffend in Worte gefasst in einem alten Lied.

Täglich neu bin ich ein Schuldner deiner Gnade.
O lass diese Gnade nun wie eine Fessel sein,
die mein irrendes Herz bindet an dich.
O Herr, ich fühle in mir den Drang
zu verlassen den Gott, den ich liebe.
Hier ist mein Herz, o nimm es hin,
versiegle es für dein ewiges Reich.

Aus dem Lied können wir etwas Wichtiges erkennen: Ein Mensch wacht nicht eines Morgens plötzlich auf und sagt: »Weißt du, ich habe keine Lust mehr, an Gott zu glauben. Ich glaube, ich werde Atheist.« Das Lied zeigt das »große Vertauschen«, das in unseren Herzen stattfindet, und zwar mitten in der alltäglichen Routine. Die Sünde bringt uns dazu, zu glauben, dass wir getrennt vom Schöpfer das Leben finden können. So kommen wir ganz allmählich auf mehr oder weniger tückische Weise dazu, den Schöpfer zu vergessen und die Schöpfung an seine Stelle zu setzen. Unser Verhalten wird nicht von Anbetung und dem Dienst des Herrn beherrscht, sondern von einem unbändigen Wunsch nach etwas Geschaffenem. Unsere Herzen sind »Götzenfabriken«, wie es Johannes Calvin ausgedrückt hat, und unsere Worte und Handlungen sind geprägt von unserem Streben nach den Dingen, die unser Herz begehrt.

Schlimmer noch, dieser Götzendienst ist verborgen. Er ist trügerisch, weil er im Untergrund existiert. Wir können dieses »große Vertauschen« vollziehen, ohne die Theologie unserer Gemeinde oder sogar die äußeren Formen unseres Glaubenslebens preiszugeben. So halten wir an unseren Glaubenslehren fest, am Zahlen des Zehnten, wir besuchen weiter regelmäßig den Gottesdienst und gelegentlich engagieren wir uns in unserer Gemeinde. Aber auf der Ebene dessen, wofür wir wirklich leben, haben wir Gott gegen etwas anderes eingetauscht. Das ist das schleichende Krebsgeschwür, das die Gemeinde Jesu schwächt, einzelne Gläubige ihrer geistlichen Lebenskraft beraubt und zu allen möglichen Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen und Situationen führt.

In ihrem Kern ist die Sünde so etwas wie ein moralischer Diebstahl. Sie stiehlt die Anbetung, die Gott zusteht und gibt sie jemand oder etwas anderem. Sie beraubt den dreieinigen Gott, um die Schöpfung an sich zu reißen. Jeder Sünder ist auf seine Art ein Dieb der Anbetung.

In ihrem Mittelpunkt ist die Sünde auch so etwas wie geistlicher Ehebruch. Sie nimmt die Liebe, die Gott allein gehört und gibt sie jemand oder etwas anderem. Sie prägt das Leben mit der Befriedigung von Begierden und nicht mit einer tief empfundenen Verpflichtung und Treue. Jeder Sünder ist in gewisser Weise ein geistlicher Ehebrecher.

Die tiefgehendsten Lebensfragen drehen sich um Anbetung. Anbetung ist grundlegender für unser eigentliches Wesen als der Schmerz, die Anforderungen oder die Freuden, die wir erfahren. Der Gegenstand unserer Anbetung bestimmt unsere Reaktionen auf alle unsere Erfahrungen. Sünde ist viel mehr als nur ein Fehlverhalten. Sie beginnt damit, dass unsere Liebe, Anbetung und unser Dienst dem Falschen gelten. Die Sünde beinhaltet immer ein »großes Vertauschen«.


Wie Gott reagiert

Der Text im Buch Hesekiel sagt auch etwas über die Reaktion Gottes auf die Anfrage der Ältesten. Weil diese Männer in ihren Herzen Götzen haben, sagt Gott, dass er ihnen »nach der Menge ihrer Götzen« antworten wolle. Was bedeutet das? Gott sagt: »Weil ihr Götzen in euren Herzen habt, will ich mit euch nur über euren Götzendienst reden.« Warum? Vielleicht hatten diese Männer wichtige Fragen an Gott. Vielleicht mussten sie weit reichende Entscheidungen treffen. Warum wollte Gott mit ihnen nur über ihre Götzen sprechen?

Ein entscheidender Satz erklärt die Reaktion Gottes und offenbart vieles darüber, wie das Herz funktioniert: »Menschensohn, diese Männer haben ihre Götzen in ihr Herz geschlossen und den Anstoß zu ihrer Missetat vor ihr Angesicht gestellt!« (Hesekiel 14, 3)

Stellen Sie sich vor, jemand hat seine Hand vor sein Gesicht gelegt und schaut durch seine Finger. Was geschieht mit seiner Sehfähigkeit? Sie ist stark eingeschränkt. Er kann sie nur verbessern, wenn er die Hand wegnimmt. Auf ähnliche Weise ist ein Götze im Herzen ein Hindernis. Solange der Götze nicht entfernt wird, ist er ein Hindernis im gesamten Leben des Betreffenden. Das ist das Prinzip des unausweichlichen Einflusses. Man kann es so formulieren: Das, was das Herz beherrscht, wird einen unausweichlichen Einfluss auf das Leben und Verhalten eines Menschen ausüben. Dieses Prinzip hat eindeutige Auswirkungen auf das Wachstum und den Dienst des Betreffenden.

Ich hatte einmal einen erfolgreichen Manager aus New York seelsorgerlich beraten. Einen solchen Machtmenschen habe ich noch nie kennen gelernt. Er war seit dreißig Jahren verheiratet und kümmerte sich um alle Entscheidungen in seiner Familie – ob es nun um finanzielle Fragen ging, um die Kindererziehung oder um die Wohnungseinrichtung. Er war so machtbesessen, dass er sogar den Kleiderschrank seiner Frau nach seinen Vorstellungen organisierte (Blusen, Röcke, Hosen und Kleider präzise nach Farben geordnet)! Stellen Sie sich vor, ich hätte das alles nicht gewusst, als ich mit seiner Frau sprach. Ich hätte nicht seine Machtgier im Hinterkopf gehabt, als ich ihr zuhörte, wie sie sich darüber beklagte, dass sie und ihr Mann nie miteinander redeten und deshalb viele Konflikte ungelöst blieben. Was wäre passiert, wenn ich meine Seelsorger-Rolle herausgekehrt hätte und dem Ehemann eine gute biblische Lektion über Kommunikation und Konfliktlösung erteilt hätte? Hätte sich dadurch in seiner Ehe etwas Grundlegendes geändert? Die Antwort lautet »Nein«. Der Mann hätte seine neuen Einsichten und Kenntnisse nur dazu benutzt, um das zu bekommen, was sein Herz anbetet. Weil mein seelsorgerlicher Rat nicht die Götzen seines Herzens erreicht hätte, hätte er mit den von mir weitergegebenen Prinzipien und Kenntnissen seine Macht über seine Familie nur noch weiter verstärkt.

Wenn wir das Herz und die Notwendigkeit einer Veränderung von innen heraus nicht beachten, werden unsere Bemühungen nur dazu führen, dass die Menschen, denen wir helfen wollen, noch eifriger und erfolgreicher ihren Götzendienst betreiben. Deshalb wendet Gott sich in seiner Antwort an die Ältesten Israels auch nur an die Götzen in ihren Herzen. Wenn sie sich nicht von innen heraus ändern, dienen andere Antworten Gottes nur den Göttern, welche die Herzen dieser Männer beherrschen. Wir gehen sogar so weit, die Prinzipien des Wortes Gottes zu benutzen, um unseren Götzen zu dienen!

Weil sich Götzendienst im subtilen Schattenreich der Gedanken und Motive unseres Herzens abspielt, haben die meisten eifrigen Götzendiener keine Ahnung, dass hier ihr Problem liegt. Aber der Einfluss ist trotzdem da, und er zeigt auch seine Wirkung.


Verdeckter und offener Götzendienst

Ich bin bei meinen Reisen schon mehrmals in Nordindien gewesen. Aus geistlicher Perspektive ist diese Region eine der finstersten auf Erden. Der Götzendienst durchdringt alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens. Fast überall in Nordindien können Sie einen Altar für einen der zahlreichen Götter aus dem Hinduismus sehen. Eines Tages stand ich in einem Tempel und sah zu, wie ein junger Priester eine Götterstatue fütterte, badete und ankleidete. Ich beobachtete, wie sein Kollege sich vor einem Bild aus Holz und Gold niederwarf. Ihre Aufrichtigkeit und Hingabe beeindruckten mich. Diese leblosen Götterbilder beherrschen jeden wachen Moment im Leben der jungen Priester, obwohl die Statuen nicht sehen oder sprechen und auch nicht zu Gunsten derer handeln können, die sie anbeten. Ich sah, wie große Massen von Armut geplagter Pilger nach langen, Kräfte raubenden Pilgerreisen im Fluss Ganges badeten, weil sie glaubten, dass dadurch ihre Seelen gereinigt und ihre Gebete erhört würden.

Eines Tages betrat ich einen Tempel und beobachtete, wie die Menschen, die dort hineinkamen, einen etwa vier Meter fünfzig hohen Phallus aus schwarzem Stein verehrten. Ich dachte: Wie verblendet diese Leute sein müssen! Wie abstoßend muss so etwas für den wahren, lebendigen Gott sein! Ich verließ den Tempel fluchtartig und sagte mir: Was bin ich froh, dass ich nicht so bin wie diese Leute! Aber als ich noch einen letzten Blick auf dieses Gebäude warf, ging mir ein demütigender Gedanke durch den Kopf. In Wirklichkeit bin ich wie diese Menschen. Meine Götzen sind nicht die offenen Götter des Hinduismus, sondern die verdeckten meines Herzens. Aber so oder so sind sie ein Ersatz für Gott. Aus der Sicht Gottes sind meine Götzen genauso abstoßend wie alles, was ich an jenem Tag in Nordindien gesehen habe. Sie diktieren meinen Glaubensalltag, prägen meine tägliche Routine und bestimmen die Art, wie ich mit dem Leben umgehe, obwohl sie überhaupt keine Macht haben, ihre Versprechen zu erfüllen. Es gibt Zeiten, in denen ich genauso verblendet bin wie die jungen Hindu-Priester, die ich damals beobachtet habe. Offen betriebene Anbetung von Göttern hat uns vieles zu sagen über die Art, wie verdeckter Götzendienst unser Leben beherrscht.

Nur in der Bibel wird uns diese Perspektive über die Motive des menschlichen Herzens vermittelt. Die Bibel allein sagt uns, dass Menschen zur Anbetung geschaffen sind und alles, was wir sagen und tun, von Anbetung geprägt ist. Das Wort Gottes allein vertritt beharrlich diesen Standpunkt: Wir dienen immer Gott oder einem Teil der Schöpfung. Das, was unsere Herzen beherrscht, hat einen alles durchdringenden Einfluss auf unser Leben und Verhalten.

Der Götzendienst des Herzens kann sogar unsere heiligsten Momente der Anbetung ins Gegenteil verkehren. So kann zum Beispiel auch das Gebet, unsere am stärksten auf Gott ausgerichtete Handlung, von einem götzendienerischen Herzen zu einem Zerrbild gemacht werden. Haben Sie schon einmal ein Gebet eingeübt, bevor sie es öffentlich aussprechen? Sie wissen schon, in etwa so: »Unser lieber himmlischer Vater ... Ach nein: ... Unser souveräner, gnädiger Gott ... Ach nein: ... Unser Vater im Himmel, wir sind ...« Warum tun wir so etwas? Versuchen wir, mit wohlgesetzten Worten vor den Herrn zu treten? Das funktioniert aber nicht, weil er doch auch unsere »Übungsgebete« hört! Steckt dahinter der Versuch, uns mit dem öffentlichen Gebet den Respekt der Leute um uns herum zu verschaffen? Weil unsere Herzen erfüllt sind von der Gier nach menschlicher Anerkennung, benutzen wir einen Akt der Anbetung, um ein bisschen Ehre für uns selbst zu bekommen!

Deshalb ist das Prinzip aus dem Text in Hesekiel so wichtig, und deshalb konzentriert sich die umwandelnde Gnade Gottes auf die Veränderung unseres Herzens. Unser geistlicher Kampf ist eine Schlacht um das Herz. Wenn der Krieg gewonnen ist, verhalten sich die Menschen so, wie es Gott gefällt. Gott wird sich nie mit den Brotkrumen der Äußerlichkeit zufrieden geben. Er prangert ein solches Verhalten an, wenn er sagt: »Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält« (Jesaja 29, 13a).


Die Anwendung des Prinzips

In meinem täglichen Verhalten versuche ich, das zu bekommen, was für mich in verschiedenen Situationen und zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig ist. Meine Entscheidungen und Handlungen offenbaren immer die Wünsche und Begierden, von denen mein Herz beherrscht wird. Ich bin nie so etwas wie ein »unbeschriebenes Blatt«. Das ist das tiefgreifendste Problem unserer menschlichen Erfahrung und eine wichtige Antwort auf die Frage: »Warum handeln Menschen so und nicht anders?« Wir werden gereizt und gelockt von unseren eigenen Begierden, wie es Jakobus ausdrückt (Jakobus 1, 14).

Dieses Prinzip lässt sich auf unser persönliches Wachstum und unseren Dienst von Mensch zu Mensch mehrfach anwenden.

  1. Unsere Herzen werden immer von jemandem oder etwas beherrscht.
  2. Wenn wir uns mit dem Herzen beschäftigen, lautet die wichtigste Frage: »Wovon wird das Herz dieser Person in dieser Situation beherrscht?«
  3. Das, was mein Herz beherrscht, prägt auch meine Reaktionen auf Personen und Situationen.
  4. Gott verändert uns nicht nur, indem er uns lehrt, anders zu handeln, sondern auch, indem er unsere Herzen zurückerobert, damit wir ihm allein dienen.
  5. Die tiefgehendsten Probleme unseres Kampfes sind nicht Fragen um Schmerz und Leid, sondern Fragen um die Anbetung, weil das, was unser Herz beherrscht auch die Art prägt, wie wir auf Leid, aber auch auf Segen reagieren.

Das Problem mit dem Schatz

Christus sprach auch über das, was unser Herz beherrscht. In Matthäus 6, 19-24 verwendet er dafür das Bild vom Schatz.

»Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen! Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein! Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!«

Aus diesem Text können wir drei Prinzipien ableiten für den Gegenstand unserer Betrachtungen.

  1. Jeder Mensch ist auf der Schatzsuche. (Das ist die Grundannahme, von der Christus ausgeht.)
  2. Unser Schatz wird unser Herz beherrschen. (»Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.«)
  3. Das, was unser Herz beherrscht, prägt unser Verhalten (»Niemand kann zwei Herren dienen«.)

Es gibt nur zwei Arten von Schätzen. Die einen sind irdisch und die anderen himmlisch. Der Schatz, für den wir uns entscheiden, wird unser Leben beherrschen. Ein Schatz hat Macht über uns, denn wir werden unser Leben damit verbringen, ihn zu finden, zu pflegen und zu genießen. Leider sehen wir oft nicht, wie dieses Prinzip in uns wirkt, obwohl wir es bei anderen sehen können. Es ist tragisch, wenn ein Mensch sein Leben für die Suche nach dem falschen Schatz investiert.

Meine Frau Luella ist der »Feuerwehrmann« unserer Familie. Bei jedem Umzug macht sie alle möglichen Fluchtwege ausfindig und entwirft Notfallpläne für den Fall, dass irgendwo im Haus ein Feuer ausbricht. Dann versammelt sie die ganze Familie um den Esszimmertisch, erklärt die Pläne und stellt uns Fragen, bis sie sicher sein kann, dass jeder von uns weiß, was im Notfall zu tun ist. Das hat immer gut funktioniert, bis auf das eine Mal, als ich die Gitarre meiner Träume gekauft hatte. Ich war gerade in einem Musikgeschäft, weil ich neue Saiten brauchte, als ich eine von Hand gefertigte, neunsaitige Gitarre sah. Ihr Klang war unvergleichlich schön. Als ich mit meiner Mutter am Telefon über das Instrument sprach, sagte sie zu meiner großen Überraschung, dass sie und mein Vater mir die Gitarre kaufen würden. Das war mehr als ich erhofft hatte, aber eine Woche später war ich der stolze Besitzer meines geliebten Instruments. Jeden Abend zog ich mich nach dem Essen ins Wohnzimmer zurück, um zu spielen. Ich konnte es noch immer nicht fassen, dass diese Gitarre jetzt mir gehörte.

Kurz darauf hielt Luella am Esszimmertisch ihren Vortrag über Feuersicherheit. Sie fragte mich: »Paul, wenn im Parterre ein größeres Feuer ausbricht, was machst du dann?« Wie aus der Pistole geschossen antwortete ich: »Ich renne ins Wohnzimmer, schnappe mir meine Gitarre und bringe sie in Sicherheit!« Nie werde ich den Ausdruck auf den Gesichtern meiner Frau und meiner Kinder vergessen, und auch nicht die Stille, die darauf folgte und unangenehm lange dauerte. Endlich fragte eines unserer Kinder: »Und was ist mit uns, Papi?« Meine Scham und Verlegenheit wurden noch größer, als meine Frau mir dieselbe Frage stellte.

Die Gitarre im Musikgeschäft war zu einem Traum geworden, der Traum zu einer Anschaffung, und die Anschaffung zu einem Schatz, der meine Prioritäten auf den Kopf stellte. Das ist sehr oft der Fall. Es geschieht wohl kaum, dass wir sagen: »Ich nehme mir vor, mein Herz an diese Sache zu hängen und mein Leben von ihr beherrschen zu lassen.« Aber genau das geschieht. Die Person, die Sie kennen gelernt haben und ganz nett finden, wird plötzlich zu jemandem, ohne dessen Anerkennung Sie nicht mehr leben können. Die Arbeit, mit der Sie Ihre Familie ernähren wollen, wird plötzlich zu einer unverzichtbaren Quelle Ihrer Identität und Ihres Erfolgs. Das Haus, das Sie als Obdach für Ihre Familie gebaut haben, wird plötzlich zu einem Tempel für die Anbetung materiellen Besitzes. Die berechtigte Aufmerksamkeit gegenüber unseren eigenen Bedürfnissen gestaltet sich um in ein egozentrisches Leben. Das Engagement in der Gemeinde oder das Amt der Evangeliumsverkündigung wird zu einer Gelegenheit, nach Macht und Ehre zu streben und nicht mehr ein Leben im Dienst für Gott zu führen. Die Dinge, an die wir unser Herz hängen, entziehen sich unserer Kontrolle und nehmen uns gefangen. Sie beherrschen und versklaven uns. Das ist die Gefahr bei erdgebundenen Schätzen.

Jeder Mensch ist für die Anbetung geschaffen, für ein aktives Streben nach dem, was sein Herz beherrscht. Diese Anbetung prägt alles, was wir tun und sagen, wer wir sind und wie wir leben. Deshalb ist das Herz immer das Ziel unseres Dienstes von Mensch zu Mensch.

 

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Zitate

»Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!«

Die Bibel in Johannes 14,6