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Startseite Artikel-Sammlung Predigt-Vorbereitung Biblisch Predigen - von John MacArthur

Biblisch Predigen - von John MacArthur

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Biblisch Predigen - von John MacArthur
Die Auslegungspredigt wiederentdecken
Die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit
Die Heilige Schrift wiederentdecken
Die Definition von »Auslegungspredigt«
Den Auslegungsprozess verstehen
Gedanken über die Vorzüge der Auslegungspredigt
Alle Seiten

Biblisch predigenDie Auslegungspredigt wiederentdecken

Dieser Aufsatz wurde verfasst von Richard Mayhue und ist das erste Kapitel aus dem Buch"Biblisch predigen" von John MacArthur. Das Buch ist im Oktober 2008 im Betanien-Verlag erschienen und stellt eine Einführung in die Auslegungspredigt dar. Das vollständige Inhaltsverzeichnis und die Einleitung dieses Buches können auf der Verlagsseite heruntergeladen werden. Ich freue mich über die Erlaubnis des Verlages, den Aufsatz von Richard Mayhue über die Wiederentdeckung der Auslegungspredigt hier einstellen zu dürfen.

Ich möchte jedem Bruder, der bereits im Verkündigungs-Dienst steht oder sich dazu berufen fühlt, sehr empfehlen über diesen Aufsatz nachzudenken und sich ggf. das ganze Buch zuzulegen, um sich von den Brüdern zu diesem wichtigen Dienst zurüsten zu lassen. Wie wichtig es ist, diesen Dienst nicht leichtfertig zu tun, verdeutlichen folgende zwei Bibelstellen:

»Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt.«
2. Timotheus 2,15

»Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein strengeres Urteil empfangen werden!«
Jakobus 3,1


 


Die Auslegungspredigt wiederentdecken

Richard L. Mayhue

Die Glaubwürdigkeit biblischer Predigt hat unter zeitgenös­sischen Verkündigern schwer gelitten, die sich mehr darum kümmern, was ein Text für uns persönlich bedeutet, als dar­um, was Gott geoffenbart hat. Die Schrift verlangt unmissver­ständlich eine Verkündigung, die ihren Schwerpunkt auf den Willen Gottes und die Pflicht des Menschen zum gehorsam legt. Männern, die dem Wort Gottes ganz verpflichtet sind, empfiehlt sich das Vorbild der Auslegungspredigt von selbst als bibeltreu. Auslegung setzt einen exegetischen Prozess vor­aus, der die von Gott beabsichtigte Bedeutung der Schrift er­mittelt und diese Bedeutung auf zeitgemäße weise darlegt. Das biblische Wesen und der apostolische Geist der Auslegungspre­digt müssen wieder Zentrum der Ausbildung und Predigt von Männern werden, die sich von neuem verpflichten, »das Wort zu predigen«.

Das Master's Seminary stimmt anderen zu, die akzeptieren, dass wir unbedingt für die Weitergabe des paulinischen Vermächtnisses verantwortlich sind: »Predige das Wort« (2Tim 4,2).1 Dieser Band drückt unser Bemühen aus, den Predigern des 21. Jahrhunderts ein Muster biblischer Predigt zu geben, das ihre Vorgänger ihnen hinterließen.2

Jede Generation hat Anteil an den widrigen Umständen, die Amos für Israel voraussagte: »Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, Herr, da sende ich hunger ins Land, nicht einen Hunger nach Brot und nicht einen Durst nach Wasser, sondern danach, die Worte des Herrn zu hören« (Am 8,11). Die vergangenen Jahrhunderte haben immer wieder bewiesen, dass dieser Bedarf besteht.


Die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit

Der puritanische Kommentator William Gouge (15751653) be­merkte in einer Auslegung zu Hebräer 8,10:

Pastoren müssen Gott hierin nachfolgen und sich nach ihren besten Kräften darum bemühen, die Menschen in die Geheimnisse der Gottesfurcht einzuführen und sie zu lehren, was sie glauben und tun sollen; sodann sollen sie diese mit Taten und werken dazu anreizen, das zu tun, was sie gelehrt wur­den. Sonst ist ihre Arbeit wahrscheinlich vergebens. Dass man diesen Kurs nicht verfolgt, ist der Hauptgrund dafür, dass die Menschen so vielen Irrtümern anheimfallen, wie es in diesen Tagen der Fall ist.3

Diesem Leitartikel fügte Charles Spurgeon (18341892) ein Wort über das England des 19. Jahrhunderts hinzu:

Lassen Sie mich zu dieser letzten Bemerkung noch sagen, dass sie auf unsere Zeit in viel stärkerem Maße zutrifft. Es sind die Herden der Ungelehrten, unter denen die Wölfe des Papsttums wüten. Gesunde lehre ist der beste Schutz vor den Irrlehren, die zur rechten und zur linken unter uns Verwüstung anrichten.4

Auch John Broadus (18271895) geißelte öffentlich den Tod der guten Predigt in Amerika5 und G. Campbell Morgan (18631945) bemerkte:

Das höchste Werk des christlichen Pastors ist das Werk der Predigt. Eine der größten Gefahren unserer Zeit ist es, tausend unwichtige Dinge zu tun, um die eine große Sache zu vernach­lässigen: das Predigen.6

Die folgenden typischen Klagen beweisen, dass bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kaum Fortschritte erzielt wurden:

Abgesehen davon, dass ihre Mitglieder zunehmend verweltli­chen ist die Kanzel der Schwachpunkt der Gemeinde.7

Doch ist die Herrlichkeit der christlichen Kanzel nur eine Leihgabe ... Die Herrlichkeit verschwindet in einem alarmierenden Maße von der Kanzel des 20. Jahrhunderts ... Man verwehrt dem Wort Gottes den Herrschaftsanspruch und verweist es auf einen untergeordneten rang.8

Dennoch bleibt dies wahr: »was auch immer die Merkmale der heutigen Predigt sind bei keinem davon steht die biblische Verkündigung im Mittelpunkt.«9

In einer Tradition, die ihr Augenmerk darauf richtet, dass das geschriebene Wort Gottes im Mittelpunkt steht, ist kaum ein Thema wichtiger als die Auslegung und Verkündigung dieses Wortes. Jedermann betont, wie wichtig eine solide Exegese des Textes ist, doch kaum jemand ist fähig, eine solche Exegese und die daraus erwachsene Predigt zustande zu bringen.10

Mitte der 1980er Jahre fand ein Kongress über Bibelauslegung statt, um eindringlich auf eine Rückkehr zu bibeltreuer Auslegung zu drängen.11 immer wieder forderte man auf diesem Kongress dazu auf, dass die Gemeinde in Amerika zu bibeltreuer Predigt zurück­kehren müsse; sonst würde die westliche Welt fortfahren, zu einer wertlosen Kultur zu degenerieren. Os Guiness erläuterte die einzig­artige rolle Amerikas in der heutigen Gesellschaft und stellte be­sorgt fest: »Bei all meinen Forschungsarbeiten habe ich noch keine andere westliche Gesellschaft entdeckt, in der die Kirchenbänke so voll und die Predigten so leer sind.«12

John MacArthurs Rezension typischer Predigten aus den späten Achtzigern führte ihn zu der Feststellung:

Insbesondere sollte die evangelikale Predigt unsere Überzeu­gung widerspiegeln, dass Gottes Wort unfehlbar und ohne Irrtum ist. Allzu oft tut sie das nicht. Tatsächlich gibt es im heutigen Evangelikalismus einen erkennbaren Trend weg von biblischer Verkündigung und eine Verschiebung hin zu einem erfahrungsorientierten, pragmatischen und thematischen her­angehen auf der Kanzel.13

In den Neunzigern gab es anscheinend einen unaufhaltsamen Drang, sich auf der Kanzel auf das Maßgebliche zu konzentrieren, was Unachtsamkeit bezüglich der Offenbarung Gottes zur Folge hatte. Siegfried Meuer warnte die Christen schon in den 1960er Jahren vor derselben »aktuellen Gefahr«.14 er verglich den Kurs seiner Zeit mit dem Trend, den Harry Emerson Fosdick in den 20er Jahren anstieß. Er schrieb: »Die Predigt ist uninteressant, weil sie nichts mit dem zu tun hat, was die Leute wirklich interessiert ... Die Predigt muss ein echtes Problem angehen.«15 Meuer stellt fest, dass Fosdick der Philosophie und Psychologie Tür und Tor geöffnet hat, so dass sie die modernen Kanzeln mit Unglauben überfluten.

Fosdicks Philosophie ähnelt auf beunruhigende weise dem rat, den ein jüngeres Werk über relevantes, zeitgemäßes Predigen gibt:

Kirchendistanzierte Menschen sind letztlich Konsumenten. Das mag uns nicht gefallen, aber sie stellen sich bei jeder unserer Predigten die Frage: »interessiert mich das Thema, oder nicht?« wenn sie nicht daran interessiert sind, ist es egal, wie engagiert wir predigen; sie schalten einfach ab.16

Dies bedeutet, Pastoren müssten eher das predigen, was die Leute hören wollen, als das, was Gott verkündigt haben will. ein solcher rat lässt bei uns die Alarmglocken schrillen und erinnert an 2Tim 4,3: »Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen gelüsten wer­den sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken« (Lut).

Was muss man dem entgegensetzen? Die Generation der Prediger, die am Anfang dieses neuen Jahrtausends all dessen geistlichen Chancen und satanischen widerständen gegenüber­steht, muss die Auslegungspredigt neu entdecken und wieder dazu stehen. Wir stimmen Walter Kaisers Einschätzung zu:

Unabhängig davon, welche neuen Direktiven und Schwer­punkte regelmäßig angeboten werden: was wir vor allem an­deren brauchen, um die Gemeinde lebensfähiger, authentischer und wirksamer zu machen, ist eine neue Verkündigung der heiligen Schrift mit neuer Zielstrebigkeit, Leidenschaft und Vollmacht.17


Die Heilige Schrift wiederentdecken

Wenn Stimmen laut werden, die davor warnen, von der biblischen Predigt abzuweichen, dann kann die einzig vernünftige Reaktion nur sein: wir müssen zu den biblischen wurzeln der Predigt zu­rückkehren und uns erneut zu dem bekennen, was deren wesen ausmacht. Wollen wir erneut untersuchen, was das Vermächtnis biblischer Verkündigung ausmacht, müssen wir den Schwerpunkt auf zwei Dinge legen: den Auftrag zur Predigt und die Art und Weise des Predigens.

Der Auftrag zur Predigt

Die Evangelien, die Apostelgeschichte, die Briefe und die Offenbarung bieten viele Beispiele dafür und fordern dazu auf, im gehorsam zum Willen Gottes die Wahrheit zu predigen. Um an das Vermächtnis der Apostel zu erinnern und aufs neue zu be­kräftigen, dass die Schrift der biblischen Predigt Autorität verleiht, seien stellvertretend für die weit größere Anzahl von Bibelstellen fünf bedeutende Aufträge genannt:

Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. (Mt 28,19-20)

Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit ermahnen, mit leh­ren. (1Tim 4,13 Sch)

Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren. (2Tim 2,2 Lut)

Predige das Wort, steh dazu, es sei zurzeit oder zur Unzeit; wei­se zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. (2Tim 4,2 Lut)

Du aber rede, was der gesunden lehre entspricht. (Tit 2,1 Sch)

Die Art und Weise des Predigens

In seiner Abhandlung über k?rýss? predigen« oder »verkündigen«) zählt Friedrich nicht weniger als 33 verschiedene Verben auf, welche die Verfasser des neuen Testaments verwen­den, um den Reichtum biblischer Predigt zu beschreiben.18 in der folgenden Erörterung wollen wir davon die vier bedeutendsten kurz untersuchen.

K?rýss? wird allgemein in den Evangelien, der Apostelgeschichte und den Briefen verwendet. Johannes der Täufer (Mt 3,1), Jesus (Mt 4,17) und Paulus (Apg 28,31) beschäftigten sich alle mit dem Predigen, wie dieses Verb es anzeigt. Paulus emp­fahl Timotheus dasselbe zu tun, indem er ihm sagte: »Predige das Wort« (2Tim 4,2).

Euangelíz? (»das Evangelium verkündigen«) ist mit k?rýss? praktisch austauschbar (Lk 8,1; Apg 8,4-5). Paulus und Barnabas predigten die gute Nachricht vom Wort des Herrn (Apg 15,35).

Martyré? (»bezeugen«) ist ein juristischer Ausdruck, der bildlich die Mitteilung der Wahrheit durch jemanden be­schreibt, der sie aus erster Hand kennt. Johannes der Täufer legte Zeugnis über das licht ab (Joh 1,7-8), und der Apostel Johannes bezeugte das Wort Gottes (Offb 1,2).19

Didásk? (»lehren«) legt den Schwerpunkt auf Zweck und Inhalt der übermittelten Botschaft, ohne dabei Bestandteile der vorherigen drei Verben auszuschließen. ein Teil des Missionsbefehls ist der Auftrag Jesu an seine Jünger zu lehren (Mt 28,20). Paulus »empfahl« Timotheus zu lehren (1Tim 6,2 + 2Tim 2,2). Lehren wird manchmal mit k?rýss? (Mt 11,1) und euangelíz? (Apg 5,42) in Verbindung gebracht. Der Inhalt der Lehre liegt schwerpunktmä­ßig auf dem Weg Gottes (Mt 22,16) und dem Wort Gottes (Apg 18,11).20

Außer diesen vier Verben gibt es noch viele weitere, die den in der Bibel beschriebenen rahmen beträchtlich erweitern, wie Gottes Wort vermittelt wird. Zum Beispiel bittet der äthiopische Kämmerer den Philippus, ihn durch Jesaja 53 zu »führen« oder »anzuleiten« (hod?gé?). Paulus »erklärte« oder »legte aus« (ektíth?mi), was das Königreich Gottes betrifft (Apg 28,23; s. 18,26). Paulus sagte Timotheus, er solle das, was er von dem Apostel gehört hatte, treuen Männern »anvertrauen« oder »übergeben« (paratíth?mi), damit diese auch andere lehrten (2Tim 2,2).

Wie Jesus in das Gespräch zwischen den zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus eingriff, erweitert die biblische Verkündigung um weitere Dimensionen. er »erklärte« oder »deutete« (diërm?neú?) das, was über ihn im Alten Testament von Mose bis zu den Propheten steht (Lk 24,27). Sie wiederum staunten darüber, wie er ihnen die Schriften »eröffnet« oder »erklärt« (dianoíg?) hatte (V.32; s. V.45).

Es wäre hilfreich, weitere Worte zu untersuchen wieanangéll? (»bekanntmachen«, »kundtun«) in Apg 20,27;anaginôsk? (»lesen«) in 1Tim 4,13;parakalé? (»ermahnen«, »trösten«) in 1Tim 4,13; ex?géomai (»erklären«) in Apg 15,12; lalé? (»sprechen«) in Joh 3,34;dialégomai (»diskutieren«, »erörtern«) in Apg 17,17 sowie phthéngomai (»sich äußern«) in Apg 4,18. Jedoch genügt dieser kurze Abriss um festzustellen: Alle diese biblischen Ausdrücke verbindet in ihrem jeweiligen Kontext miteinander, dass das Hauptaugenmerk auf Gott und der Schrift liegt. Beide stehen ausnahmslos im Mittelpunkt der Botschaft des Predigers. Zweifellos macht das allein schon die Predigt in der Schrift einzigartig. ein biblischer und theologischer Inhalt ist das sine qua non (die unverzichtbare Eigenschaft) neutestamentlicher Verkündigung.

Mit dieser biblischen Grundlage sind wir in der Lage festzustel­len, auf welche Art und Weise man heute das neue Testament ver­kündigen kann.


Die Definition von »Auslegungspredigt«

Abhandlungen über das Predigen unterteilen dieses in drei Arten: die Themen-, die Sprungbrett- und die Auslegungspredigt. Themenpredigten kombinieren gewöhnlich eine Reihe von Bibelversen, die lose mit einem Thema zusammenhängen. Die Sprungbrettpredigt greift einen kurzen Text oder Abschnitt heraus, der im Allgemeinen als Sprungbrett dafür dient, was der Prediger ansprechen will. Weder die Themen- noch die Sprungbrettpredigt sind ein angemessener Versuch, Gottes Wahrheit in dem Zusammenhang auszulegen, zu verstehen, zu erklären oder anzu­wenden, der in der Schrift vorliegt.

Im Gegensatz dazu richtet die Auslegungspredigt ihr Augenmerk auf den/die betrachtete(n) Text(e) und berücksichtigt dabei den je­weiligen Zusammenhang.21 Bei der Auslegung konzentriert man sich normalerweise auf einen einzigen Text der Schrift; manchmal kann aber auch eine thematisch-theologische oder historisch-bi­ographische rede auslegender Natur sein. Eine Auslegung kann Abschnitte jeder länge behandeln.

Eine Möglichkeit, die Bedeutung des Begriffs Auslegungspredigt zu erklären, liegt darin festzustellen, was sie nicht ist.22

1.   Sie ist kein Kommentar, der ohne Einheit, Gliederung und Stringenz von Wort zu Wort und von Vers zu Vers geht.

2.   Sie besteht nicht darin, dass man einen Abschnitt weitschwei­fig kommentiert und sich Bemerkungen dazu aus dem Ärmel schüttelt.

3.   Sie ist keine Masse unzusammenhängender Annahmen und Schlüsse, die darauf gründen, was ein Abschnitt oberflächlich betrachtet bedeutet, die aber nicht durch eine ausführliche Untersuchung des Textes gestützt werden.

4.    Sie ist keine bloße Auslegung, sei sie auch noch so gelehrt, wenn es ihr an Thematik, Gliederung und Gedankenentfaltung mangelt.

5.    Sie ist nicht lediglich die strukturelle Gliederung eines Abschnitts mit ein paar unterstützenden Kommentaren, aber ohne andere Bestandteile einer rede oder Predigt.

6.    Sie ist keine Themenpredigt, die hier und da Teile des Abschnitts benutzt, eine Behandlung anderer gleich wichtiger Teile aber unterlässt.

7.    Sie ist keine Sammlung aus Bruchstücken grammatischer Befunde und Zitate aus Kommentaren, ohne dass diese Bestandteile zu einer nahtlosen, flüssigen, interessanten und herausfordernden Botschaft verschmolzen werden.

8.    Sie ist keine Abhandlung im Stil einer Sonntagsschul-Lektion, die den Inhalt umreißt, informell und engagiert ist, nicht aber wie eine Predigt aufgebaut ist noch rhetorische Bestandteile enthält.

9.    Sie ist keine Bibelvorlesung, die eine Anzahl verschiedener Abschnitte verbindet, die ein Thema gemeinsam haben, jedoch keinen davon gründlich unter Beachtung von Grammatik und Zusammenhang behandelt.

10Sie ist keine gewöhnliche Andacht oder Ansprache zum gebetstreffen, die fortlaufenden Kommentar, weitschweifige Anmerkungen, unzusammenhängende Vermutungen und persönliche Reaktionen zu einer halbwegs inspirierenden Abhandlung kombiniert, der es aber am Nutzen des grundle­genden exegetisch-kontextuellen Studiums und überzeugen­der Elemente mangelt.

Bevor wir weiter fortfahren, wollen wir den Bedeutungsrahmen der Worte auslegen, Auslegung, Ausleger und auslegend betrach­ten. nach Webster (englisches Standardwörterbuch; Anm. d. Übers.)ist eine Auslegung eine Abhandlung, die Informationen vermitteln oder erklären will, was schwer zu verstehen ist.23 wendet man die­sen Gedanken auf die Predigt an, erfordert dies vom Prediger, dass er jemand ist, der die Schrift erklärt, indem er den Text öffentlich darlegt, um dessen Bedeutung aufzuzeigen, um zu erklären, was schwer zu verstehen ist und um ihn angemessen anzuwenden.

Dem ähnelt sehr, was Johannes Calvin schon vor einigen Jahrhunderten unter Auslegung verstand:

Zuallererst verstand Calvin die Predigt als Erklärung der Schrift. Die Worte der Schrift sind Quelle und Inhalt der Predigt. Als Ausleger bot Calvin für das Werk der Predigt alle Fertigkeiten eines humanistischen gelehrten auf. Als Ausleger erklärte Calvin den Text, indem er dessen natürliche, wahre, schriftgemäße Bedeutung suchte ... Predigen heißt nicht nur die Schrift zu er­klären, sondern auch diese praktisch anzuwenden. Wie Calvin die Schrift Wort für Wort erklärte, so wandte er sie auch Satz für Satz auf Leben und Erfahrung seiner Gemeinde an.24

Die Auslegungspredigt wird weniger durch die Form der Botschaft definiert als vielmehr dadurch, aus welcher Quelle und durch wel­chen Arbeitsvorgang sie gebildet wird. Unger erfasst sehr treffend, was das heißt:

Egal wie lang der erläuterte Abschnitt sein mag: wenn er so behandelt wird, dass seine wahre und grundlegende Bedeu­tung, die der betreffende biblische Autor im Sinn hatte und die angesichts des gesamtbiblischen Zusammenhangs vorliegt, verdeutlicht und auf die Bedürfnisse der heutigen Zuhörer an­gewandt wird, dann kann man zu recht sagen, dass es eine Auslegungspredigt ist ... es ist ausdrücklich kein Predigen über die Bibel, sondern ein Predigen der Bibel. »Was sagt der Herr?« ist das A und O der Auslegungspredigt. Sie beginnt in der Bibel und endet in ihr, und alles dazwischen entspringt der Bibel. Mit anderen Worten: die Auslegungspredigt ist eine Predigt, bei der die Bibel im Mittelpunkt steht.25

Zwei weitere Definitionen von Auslegungspredigt helfen uns zu verstehen, was diese ist:

Auslegungspredigt ist im günstigsten Fall »die Darlegung bi­blischer Wahrheit, die sich daraus ableitet und dadurch ver­mittelt wird, dass man einen Abschnitt in seinem historischen, grammatischen Zusammenhang und durch den Geist geleitet studiert, was der heilige geist zuerst auf das Leben des Predi­gers und dann durch ihn auf das seiner Gemeinde anwendet.«26

In den 1950er Jahren war Ml-J [D. Martyn Lloyd-Jones] an­scheinend der einzige, der sich in England für das engagierte, was er »Auslegungspredigt« nannte. Um eine Predigt so nen­nen zu können, genügte es seiner Ansicht nach nicht, dass ihr Inhalt biblisch sei: Ansprachen, die sich auf Wortstudien kon­zentrierten oder die fortlaufende Kommentare und Analysen ganzer Kapitel liefern, könnte man wohl »biblisch« nennen; doch das ist nicht dasselbe wie eine Auslegungspredigt. Etwas erklären heißt nicht nur, die richtige grammatische Bedeutung eines Verses oder Abschnitts anzugeben, sondern vielmehr die Grundsätze oder lehren aufzuzeigen, die diese Worte vermit­teln sollen. Wahre Auslegungspredigt ist daher lehrhafte Pre­digt; sie ist eine Predigtweise, die von Gott her den Menschen auf bestimmte Wahrheiten anspricht. Wer die Auslegungspre­digt praktiziert, ist nicht bloß jemand, der anderen »seine For­schungsergebnisse mitteilt«; er ist ein Botschafter und Bote, der in Vollmacht den Menschen das Wort Gottes überbringt. Solche Predigtweise legt einen Text dar, leitet dann daraus etwas ab (wobei sie diesen Text stets im Auge behält), erörtert ihn und appelliert an die Hörer. Zusammen ergibt das eine Botschaft, die dieselbe Autorität wie die Schrift hat. Unter dieser Voraus­setzung erfordert das Lehramt von dem Prediger, dass er mit Paulus sagen kann: »wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott reden muss, so reden wir vor Gott in Christus« (2Kor 2,17 Lut). Wenn dies bedeutet, dass man die Predigt in höchsten Ehren hält, dann war es nichts weniger als das, was nach Meinung von Dr. Lloyd-Jones die Voraussetzung für den Dienst des Pastors ist.27

Fassen wir die Mindestbestandteile der Auslegungspredigt wie folgt zusammen:

1.    Die Botschaft hat ihre Quelle allein in der Schrift.28

2.    Die Botschaft wird durch sorgfältige Exegese der Schrift ent­nommen.

3.    Bei der Vorbereitung der Botschaft wird die Schrift in ihrem normalen Sinn und Zusammenhang richtig gedeutet.

4.    Die Botschaft erläutert klar, was die ursprüngliche, von Gott beabsichtigte Bedeutung der Schrift ist.

5.    Die Botschaft wendet die Bedeutung der Schrift auf die Gegenwart an.

Zwei Bibeltexte veranschaulichen den Geist der Auslegungs­predigt:

Und sie lasen aus dem Buch, aus dem Gesetz Gottes, abschnitts­weise vor, und gaben den Sinn an, so dass man das Vorgelesene verstehen konnte. (Neh 8,8)

Deshalb bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin vom Blut aller; denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen. (Apg 20,26-27)

Ein besonderes Beispiel ist, wie Jesus in der Synagoge Jes 61,1-2 erklärt (Lk 4,16-22). Später gab er den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus eine thematische Erklärung über seine Person (Lk 24,27.32.44-47). In Apg 8,27-35 erklärt Philippus dem äthiopischen Kämmerer Jes 53,7-8. Stephanus hielt den Juden eine historisch-biographische Auslegungspredigt, bevor sie ihn steinigten (Apg 7,2-53).

Greer Boyce hat die Auslegungspredigt wie folgt treffend beschrie­ben:

Kurz gesagt erfordert die Auslegungspredigt, mit der Bibel so umzugehen, dass wir jeden Text sorgfältig untersuchen, sowohl in seinem direkten Zusammenhang als auch in seiner Stellung in dem Buch, in dem er steht. Wir müssen das ganze Gewicht moderner exegetischer und theologischer Gelehrsamkeit in die Waagschale werfen. Das Ziel ist nicht, dass der Prediger auf der Kanzel all seine Gelehrsamkeit vorführt. Vielmehr soll der Pre­diger von einer soliden Kenntnis seines Textes her zuverlässig reden und die Kanzel zumindest als ein »Arbeiter« betreten, »der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit richtig behandelt.«

Der letzte Arbeitsschritt des Predigers ist der entscheidendste und gefährlichste von allen: er muss die biblische Botschaft so­wohl zuverlässig als auch auf relevante weise auf uns heute anwenden. Hierfür muss er seine ganze Handwerkskunst auf­bringen. Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass eine zu­verlässige Auslegung an sich nicht zu einer wirksamen Predigt führt. Allerdings müssen wir uns auch dessen bewusst sein, dass die Treue zum Text nicht dem geopfert werden darf, was wir für bedeutend halten. Anscheinend sind nur allzu viele Pre­diger von heute zu diesem Opfer bereit, was dazu führt, dass ihre Predigten ein Mischmasch aus moralischen Ratschlägen, ihren eigenen unmaßgeblichen (und manchmal törichten) Mei­nungen sowie den neuesten psychologischen Erkenntnissen sind. Indem sie darauf besteht, dass der Inhalt der Predigt mit dem Textthema übereinstimmen muss, ruft die Auslegungspre­digt den Prediger zu seiner eigentlichen Aufgabe zurück: der Verkündigung des Wortes Gottes in der und durch die Bibel.29


Den Auslegungsprozess verstehen

Die biblischen Grundlagen und die Definition der Auslegungs­predigt zu erörtern ist relativ leicht und auch unerlässlich. Die wah­re Herausforderung kommt auf einen zu, wenn man es nicht mehr mit dem Erlernen, sondern der wöchentlichen Praxis der Predigt zu tun hat. Solange der Prediger den Auslegungsprozess nicht ein­deutig verstanden hat, wird er niemals seine Möglichkeiten in der Kunst der Auslegungspredigt voll ausschöpfen.

Wir setzen als Bezugsrahmen für diese Abhandlung voraus, dass der Auslegungsprozess vier maßgebliche Bestandteile enthält: die Zurüstung des Auslegers, das erarbeiten des Bibeltextes (oder der Texte) und seiner (oder ihrer) Kernaussage, das Zusammenstellen der Auslegung zu einer Botschaft und das Predigen der Auslegung. Diese vier Phasen muss man gleich gewichten, wenn die Auslegung sowohl aus Gottes Sicht als auch aus derjenigen der Gemeinde im vollen Maße Wirkung erlangen soll.

Die Zurüstung des Auslegers30

Da Gott die Quelle der Auslegungspredigt sein muss, muss je­mand, der eine solche Predigt hält, enge Gemeinschaft mit Gott haben. Nur so kann die Botschaft mit größtmöglicher Genauigkeit, Klarheit und Leidenschaft vermittelt werden.

Es gibt mindestens sieben Bereiche, in denen ein Mann zuge­rüstet sein muss, damit er auf der Kanzel stehen und verkündigen kann: »So spricht der Herr«:

1.    Der Prediger muss wahrhaft wiedergeboren und an Jesus Christus gläubig sein. Er muss ein Teil der von Gott erlösten Familie sein (Joh 1,12-13). Wenn ein Mann eine persönliche Botschaft vom himmlischen Vater wirksam halten soll, muss er dessen rechtmäßiger geistlicher Sohn sein, oder die Botschaft wird unweigerlich verzerrt.

2.    Der Prediger muss von Gott zum lehr- und Predigtdienst be­rufen und begabt sein (Eph 4,11-16; 1Tim 3,2). ehe ein Mann nicht von Gott zur Verkündigung befähigt ist, wird er mangel­haft sein, da er nur rein menschliche Fähigkeiten besitzt.31

3.    Der Prediger muss gewillt und geübt sein, Gottes Wort zu stu­dieren. Ansonsten kann er der Forderung von 2Tim 2,15 nicht genügen, Gottes Wort der Wahrheit »richtig zu behandeln«.

4.    Der Prediger muss ein reifer gläubiger sein, der einen Charakter aufweist, der Gott durch und durch wohlgefällig ist (1Tim 3,2-3).32

5.    Der Prediger muss von Gott, dem heiligen Geist, abhängig sein, um geistliches Verständnis für Gottes Wort zu erlangen (1Kor 2,14-15). Ohne die Erleuchtung und Kraft des Heiligen Geistes wird die Botschaft ziemlich kraftlos sein.33

6.    Der Prediger muss in ständiger Gemeinschaft mit Gott durch das Gebet sein, um die volle Wirkung des Wortes zu empfan­gen (Ps 119,18). es liegt auf der Hand, dass man denjenigen um Klarheit bitten muss, welcher der ursprüngliche Verfasser ist.34

7.    Der Prediger muss die Botschaft, die er erarbeitet, zuerst auf sein eigenes Denken und Leben anwenden, bevor er sie predi­gen kann. Esra liefert dafür das perfekte Vorbild: »Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu er­forschen und zu tun und in Israel Gesetz und recht zu lehren« (Esr 7,10).

Den Bibeltext und seine Kernaussage erarbeiten

Ein Mann, der auf Gottes Geist und Wort ausgerichtet ist, ist be­reit einen Prozess zu beginnen, bei dem er nicht nur entdeckt, was Gottes worte ursprünglich bedeuten, sondern auch erarbei­tet, wo darin auch für uns heute angemessene Grundsätze und Anwendungen begründet liegen.35

1.    Den Bibeltext erarbeiten:36 Man braucht nicht hoffen, wirksam zu predigen, ohne dass man zuvor den Bibeltext sorgfältig und gründlich studiert hat. Dies ist die einzige Möglichkeit, wie der Ausleger Gottes Botschaft erfassen kann. Zwei Prediger aus verschiedenen Epochen bemerken zu diesem grundlegen­den Merkmal:

Man braucht nicht hoffen, das Wort Gottes richtig zu predigen, solange man es nicht vorher zustande bringt, seinen Text sorg­fältig und umfassend auszulegen. Hierin liegt das Problem; denn sachkundige Exegese verlangt Zeit, Geisteskraft sowie »Blut, Schweiß und Tränen«, was alles von viel gebet durch­drungen sein muss.37

Sie werden als Ausleger bald ihren Mangel an Bildung fest­stellen, wenn Sie nicht studieren; darum werden Sie zu eifriger Lektüre gezwungen sein. Alles, was den Prediger nötigt, dieses großartige alte Buch zu erforschen, ist ihm von größtem nut­zen. Sollte jemand besorgt sein, diese Arbeit könnte seiner Gesundheit schaden, so sei er daran erinnert, dass geistige Arbeit bis zu einem gewissen Grade höchst erquicklich ist; und wenn es dabei um die Bibel geht, ist Mühe eine Freude. nur wenn geistige Arbeit ein vernünftiges Maß überschreitet, wird der Geist dadurch entkräftet; und dahin gelangt man gewöhnlich nicht, es sei denn, man handelt unüberlegt oder befasst sich mit unerquicklichen und unangenehmen Themen. Doch unser The­ma ist erfrischend, und für junge Männer wie uns ist der eifrige gebrauch unserer Fähigkeiten eine höchst gesunde Übung.38

2.    Die Grundsätze des Bibeltextes erarbeiten: Die Predigt hört nicht da auf, wo man antike Sprachen, Geschichte, Kultur und Sitten versteht. Solange nicht die Jahrhunderte überbrückt wer­den und die Botschaft für heute bedeutsam dargestellt werden kann, unterscheidet sich eine solche Predigt kaum von einer akademischen Übung. Man muss zuerst die ursprüngliche Bedeutung des Textes erarbeiten und dann seine Grundsätze erarbeiten, um ihn auf die Gegenwart anwenden zu können.39 wird dieser Schritt ausgelassen oder gering geschätzt, wendet man nicht den Fleiß auf, den der Zweck verlangt.

Die Auslegung zu einer Botschaft zusammenstellen

Bei der dritten Stufe hat der Ausleger sein gründliches Studium vollendet und fragt sich: »wie kann ich meine Erkenntnisse so zu­sammenfassen, dass meine Gemeinde versteht, was die Bibel sagt und heute von ihr im Alltag verlangt?« gewissermaßen beginnt hier die Kunst der Auslegung.

Nolan Howington beschreibt das Verhältnis von Exegese und Auslegung mit einem Bild: »Daher ist ein Exeget wie ein Taucher, der Perlen vom Meeresgrund heraufholt; ein Ausleger ist wie ein Juwelier, der sie auf rechte Art und zueinander passend anord­net.«40

Überschriften, Grundrisse, Einführungen, Illustrationen und Schlussfolgerungen kommen an dieser Stelle des Arbeitsprozesses ins Spiel. Die Botschaft bewegt sich von dem Rohmaterial, das die Exegese zutage gefördert hat, zum Endprodukt der Auslegung, das die Hörer (hoffentlich) interessant, überzeugend und heraus­fordernd finden werden. Bei diesem Arbeitsschritt ist entschei­dend, zu bedenken, was die Auslegung kennzeichnet: den Text zu erklären, besonders die Teile, die schwer zu verstehen oder an­zuwenden sind. Es ist gleichermaßen wichtig, nicht nur den Text, sondern ebenso die Hörer im Sinn zu haben.

F. B. Meyer gibt diesen rat, wenn man an die Hörer denkt und daran, welche Predigtform die Botschaft annehmen soll:

Fünf Dinge müssen bei jeder gelungenen Predigt gegeben sein: Sie sollte den Verstand, das Gewissen, das Vorstellungsvermö­gen, die Gefühle und den Willen ansprechen. Nichts eignet sich dafür so gut wie eine systematische Auslegung.41

Die Auslegung predigen

Die letzte Entscheidung, die der Ausleger treffen muss, betrifft die Frage, ob er frei oder mit einem Manuskript predigen will. Dieser Arbeitsschritt ist vielleicht derjenige, den die am meisten vernach­lässigen, die sich wahrer Auslegung hingeben. Allzu oft nehmen Ausleger an, die sorgfältige Arbeit, die sie zuvor im Studierzimmer geleistet haben, stelle sicher, dass es auf der Kanzel schon von selbst laufe. Es ist wahr, dass nichts die harte Arbeit im Studierzimmer ersetzen kann, doch ebenso harte Arbeit auf der Kanzel wird sich sowohl für den Prediger als auch für die Gemeinde in weit grö­ßerem Maße lohnen. James Stalker macht sehr praktisch auf diese Herausforderung aufmerksam:

Die Aufmerksamkeit, Zufriedenheit und Begeisterung, welche die Zuhörer den Pastoren für ihre mühsame Arbeit entgegen­bringen, ist unzureichend. Der Fehler liegt dabei in der Metho­de, wie man das im Studierzimmer erarbeitete den Zuhörern vermittelt das heißt darin, wie man die Predigt hält. Wofür ich plädiere ist, dass man durch mehr Fleiß erweisen sollte, seines Lohnes wert zu sein.42

Bei der Darbietung ist es ausschlaggebend, dass der Prediger sein Ziel klar ausdrückt. Ansonsten kann die Predigt weit von der erar­beiteten Botschaft und von der Botschaft der Schrift entfernt sein.

J. I. Packer bemerkt dazu, indem er gegenüberstellt, was Predigen ist und was nicht:

Das Ziel der Predigt ist nicht, Menschen unter Umgehung ihres Verstandes zu Handlungen anzustacheln, so dass sie niemals erkennen, welchen Grund Gott ihnen gibt, das zu tun, was der Prediger von ihnen verlangt (das ist Manipulation). Auch ist es nicht das Ziel, das Denken der Leute mit Wahrheit zu über­frachten, egal wie lebenswichtig und klar ist, was man sagt. Dies liegt dann brach, statt Saatbeet und Ursprung eines ver­änderten Lebens zu werden (das ist Verkröpfung). ... Das Ziel der Predigt ist zu informieren, zu überzeugen und eine ange­messene Reaktion gegenüber dem Gott hervorzurufen, dessen Botschaft und Anordnung verkündigt wird.43

Auch ist von Bedeutung, in welcher Sprache die Botschaft vermit­telt wird. Sie sollte klar, verständlich, bildhaft und vor allem biblisch sein. Die folgende ernste Warnung, die schon vor Jahrzehnten aus­gesprochen wurde, ist auch heute noch aktuell:

Ich ermahne eindringlich dazu, eine biblische Terminologie zu verwenden. Die moderne Predigt hat sich oftmals der Psycholo­gie und Soziologie zugewandt. Sie ist mysteriös und mystisch. Sie führt Ideen aus der Psychiatrie fort und benutzt oft mehr das Vokabular eines Psychiaters als das eines christlichen Evangelisten. Sie spricht ohne Ende von Unterdrückung, Fixierung, Traumata, Neurosen und Störungen. Ich behaupte, dass dies im Allgemeinen keine Ausdrücke sind, die der heilige geist wirk­sam benutzen kann.44

Eine andere wichtige Frage ist die Dynamik der rede, d. h. das Verhältnis zur Zuhörerschaft und die Effektivität der Kommunikation. Vines und Allen beschreiben drei Grundsätze für jeden Ausleger:

Kurzum: wer bei der Predigt effektiv kommunizieren will, muss über den rhetorischen Dreiklang des Aristoteles im Bilde sein: Logos, Ethos, Pathos. Dieser erfordert gründliche Kennt­nis des betreffenden Themas, und hierbei kommt man um eine gründliche Exegese nicht herum. Er erfordert ein gründliches wissen um die Dynamik zwischen Sprecher und Zuhörer, wie etwa, dass der Prediger von einem Standpunkt der Integrität aus reden und die Hörer um seine Ernsthaftigkeit und Aufrich­tigkeit wissen müssen. Zuletzt erfordert er Menschenkenntnis und zu wissen, wie sie auf das gesprochene Wort reagieren.45

Vor allem muss der Ausleger das Wort erklären, wie Paulus es in Korinth tat (1Kor 2,1-5).46 er kam nicht als kluger Redner oder ge­nialer gelehrter daher; er kam nicht mit seiner eigenen Botschaft; er predigte nicht im Vertrauen auf seine eigene Stärke. Vielmehr predigte Paulus das Zeugnis Gottes und den Tod Christi, und das mit fester Zuversicht auf die Kraft Gottes, daraus eine lebensver­ändernde Botschaft zu machen. Solange die Predigt des heutigen Auslegers sich nicht durch diese Art völliger Abhängigkeit von Gott auszeichnet, wird seiner Auslegung die geistliche Dimension fehlen, die nur Gott geben kann.

Zusammenfassend gesagt: keiner der vier Schritte zur voll­ständigen Auslegungspredigt (die Zurüstung des Auslegers, das erarbeiten des Bibeltextes und seiner Kernaussage, das Zusammenstellen der Auslegung zu einer Botschaft und das Predigen der Auslegung) kann ausgelassen werden, ohne die Wahrhaftigkeit oder den Nutzen des Wortes Gottes zu gefährden, das der Ausleger vermittelt.


Gedanken über die Vorzüge der Auslegungspredigt47

Die Auslegungspredigt bildet die biblische Predigt sowohl inhalt­lich als auch stilistisch am besten nach. Das ist ihr größter nutzen. Daneben hat sie folgende weitere Vorzüge (die Aufzählung ist ohne Rangfolge):

  • Die Auslegungspredigt verwirklicht am besten die biblische Absicht des Predigens: Gottes Botschaft zu vermitteln.
  • Die Auslegungspredigt bietet auf schriftgemäße weise voll­ mächtige Verkündigung.
  • Die Auslegungspredigt verherrlicht das Wort Gottes.
  • Die Auslegungspredigt bietet einen reichen Schatz an Predigtmaterial.
  • Die Auslegungspredigt bewirkt, dass der Pastor sich zu einem Mann des Wortes Gottes entwickelt.
  • Die Auslegungspredigt garantiert der Gemeinde das höchst­mögliche Niveau von Bibelkenntnis.
  • Die Auslegungspredigt führt zu biblischem Denken und Leben.
  • Die Auslegungspredigt fördert sowohl Tiefe als auch Umfang der Bibelkenntnis.
  • Die Auslegungspredigt zwingt dazu, sich auch mit schwer ver­ständlichen Texten zu befassen.
  • Die Auslegungspredigt erlaubt es, weitreichende theologische Themen zu behandeln.
  • Die Auslegungspredigt hält Prediger davon ab, ausgetretene Pfade zu gehen und ihrem Steckenpferd zu frönen.
  • Die Auslegungspredigt beugt der Einführung menschlicher Ideen vor.
  • Die Auslegungspredigt bewahrt vor Fehldeutung des Bibeltexts.
  • Die Auslegungspredigt folgt der Predigtweise Christi und der Apostel nach.
  • Die Auslegungspredigt bewirkt, dass der Ausleger sein Bestes gibt.

Die Auslegungspredigt wiedergewinnen

In einem anbrechenden neuen Jahrtausend müssen wir für die kommende Generation die Kunst und Wissenschaft der Auslegungspredigt wiedergewinnen. Niemand sagt, dass das leicht ist; ganz im Gegenteil! Keine andere Predigtmethode er­fordert so viel Arbeit; zugleich aber wird man für keine andere Methode so reich entlohnt.

Wenn die genannten Vorschläge wohlbegründet sind, wird of­fenbar, dass die Auslegungspredigt eine schwierige Aufgabe ist. Sie verlangt im Allgemeinen sehr intensives Bibelstudium und im Besonderen ein ausgiebiges Studium des betreffenden Abschnitts. eine Rede zu halten, die den Text erklärt und zu­gleich ausdrucksstark ist, die zahlreiche Details enthält, die sie aber nicht überfrachten, die voller Schriftzitate ist und zugleich vor praktischen Anwendungen nur so strotzt, um selbst solche, deren Denken abgestumpft, unwissend und ungeistlich ist, mit einem längeren Abschnitt der Bibel zu konfrontieren und zu ih­rem nutzen ihr Interesse dafür zu wecken das muss natürlich schwierig sein.48

Während unter heutigen Predigern ein Trend vorherrscht, Kundenzufriedenheit und zeitgemäße Relevanz erzielen zu wol­len, betonen wir nochmals: schriftgemäße Predigt richtet sich zu­allererst darauf aus, dass sie Gott zufriedenstellt und relevant für sein reich ist. Denken Sie gründlich über Mark Steeges Aufruf zur Auslegungspredigt nach, und wie dieser die Autorität der Bibel betont:

Durch unsere Predigt will der Herr das Leben von Menschen verändern. Wir müssen Evangelisten sein, um Menschen zu ihrer hohen Berufung in Christus zu erwecken. Wir müssen Herolde sein, die den Menschen die Botschaft Gottes verkün­den. Wir müssen Botschafter sein, die Menschen aufrufen, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Wir müssen hirten sein, die den Menschen täglich Nahrung geben und sich um sie kümmern. Wir müssen Haushalter der Geheimnisse Gottes sein, die den Menschen das rechte Wort sagen, wie sie es brauchen. Wir müs­sen Zeugen sein, die den Menschen von all dem berichten, was Gott für sie getan hat. Wir müssen Aufseher sein, die die Men­schen drängen, für Gott zu leben. Wir müssen Diener sein, die Menschen zurüsten, mit uns gemeinsam anderen zu dienen. Denken wir über jeden dieser Bereiche unserer Arbeit nach: wie sehr betont jeder davon, wie wichtig das Predigen ist! Was für eine Aufgabe hat der Herr uns gegeben!49

Obwohl R. L. Dabney dies schon vor über 100 Jahren schrieb, stimmen wir auch heute seiner Forderung zu,

Dass die auslegende Methode ... zu demselben rang wiederhergestellt werde, den sie in der Urgemeinde und in den reformierten Kirchen innehatte. Zuallererst ist dies nämlich offensichtlich der einzig natürliche und effektive weg, das zu tun, was das einzig legitime Ziel der Predigt ist: den Menschen die ganze Botschaft Gottes zu übermitteln.50


 

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Zitate

»Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!«

Die Bibel in Johannes 14,6